Dienstag, 11. Januar 2011

"Wir haben es satt!" Demonstration für Ernährungssouveränität am 22.1.2011

Wir sind mit dabei bei der Agrardemonstration "Wir haben es satt!" am 22.1.2011 in Berlin:

Einige von uns sind mit unseren Partnern vom "Aktionsnetzwerk Globale Landwirtschaft" (http://www.globale-landwirtschaft.net) beim Block:

*** Power to the Bauer / Bäuer_innen - Fight Agrarfabriken! ***
* Gegen das kapitalistische Wachstumsmodell – Für Ernährungssouveränität *

dabei. Hier gibts den Demo-Aufruf (PDF) dazu.

Montag, 29. November 2010

Kleine Notizen vom Winterplenum am 27.11. ...

... versammle ich mal hier ganz einfach mit den folgenden Auszügen aus dem Protokoll davon (Fotos folgen bestimmt noch):

Es waren zeitweise fast 30 Leute da!
Hier der Versuch, unser Gespräch zusammenzufassen:

Von vielen wurde gesagt, dass der Start des Gartens und die erste „richtige“ Saison sehr schön verlaufen sind. Wir hatten viele Besucher, aus Berlin und von weiterher, die die Schönheit unseres Gartens bemerkt haben. Wir haben vielen Gruppen unseren Garten gezeigt, und es gab auch viele wohlwollende Artikel in Zeitungen über unseren Garten.
Viele von uns fanden die Gemeinschaft im Garten sehr schön, besonders die gemeinsamen Essen.
Der Austausch untereinander über Gartenfragen, die gegenseitige Hilfe, das Kennenlernen von Menschen, die sich ohne den Garten wohl nie begegnet wären – all das gehört zu den schönen Seiten des Gartens.
[...]
Wir wollen auch im nächsten Jahr wieder Gemeinschaftsbeete anlegen: zum Beispiel ein Tomatenbeet und ein Gemeinschaftskräuterbeet. Wo diese Flächen sind und wie groß sie werden, legen wir auch im neuen Jahr fest, wenn wir die Gartenbegehung machen. Dann können wir auch verbindlich festlegen, wer sich um die Gemeinschaftsbeete kümmert.
[...]
Ansonsten treffen wir uns wie gewohnt jeden Montag um 19 Uhr in der AWO, also auch am 29.11.

Sonntag, 14. November 2010

"Zusammenkommen - am 17. April und auch sonst"

Eine Broschüre zu unserem Garten hinter dem Bethanien in Friedrichshain-Kreuzberg - zustandegekommen unter Mitwirkung vieler fleißiger Helfer_innen, dem Umbruch Bildarchiv, dem Bethanien für alle e.V. und der Stiftung Interkultur - und hier online zu finden: PDF (4,2 MB).

Und vielen Dank an Schwarz-Druck aus der Wassertorstraße fürs tolle Drucken!

Erwähnt und beteiligt sind ebenfalls:
http://www.viacampesina.org
http://www.urbanacker.net
http://www.reclaimthefields.org
http://www.saatgutkampagne.org
http://www.genres.de/infos/vern/index.htm
http://www.grain.org
http://food4action.blogsport.de
http://www.diespukkommune.blogspot.com

Und die letzte Seite sei hier nochmal wiederholt:

Anleitung zum Guten Leben von Joseph Beuys

Lass dich fallen, lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen
Und verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukle so hoch du kannst
mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen.

Verweigere dich, „verantwortlich zu sein“
– tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Es wird folgen.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondschein.

Träume wilde, fantasievolle Träume.

Zeichne auf Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein. Sei frei. Preise dich selbst.
Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken. Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe...

Samstag, 13. November 2010

Bericht mit Fotos vom Wendland

Einige aus dem Garten waren im Wendland bei den Protesten gegen die Atompolitik der Regierung - hier gibt es einen Bericht mit Fotos dazu von unseren Kollegen von der Initiative "Bäume am Landwehrkanal": http://baumschutz.wordpress.com/2010/11/13/castor2010/

Sonntag, 24. Oktober 2010

"Begrünen ist machbar, Herr Nachbar!" - Artikel in der FAZ.online

Hier gibts einen Artikel vom 17.10.2010 u.a. zu uns auch in der FAZ.online. Hier sind Auszüge daraus:

[...]
Der Kampf mit der Bürokratie - das ist fast allen Nachbarschafts-Initiativen gemeinsam. Nicht immer erkennen die Kommunen die Notwendigkeit oder die Qualität gemeinschaftlich genutzter Gärten. Am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg etwa: Dass dort heute der Verein „Ton Steine Gärten“ ein Stück eines öffentlichen Parks nutzt, damit Anwohner auf kleinen Beeten Bohnen, Salat, Kräuter oder Sonnenblumen anpflanzen, dafür waren zähe Verhandlungen mit der Verwaltung nötig. „Wir mussten ziemlich lange Puste haben, um das zu erreichen“, erzählt Malte Zacharias vom Trägerverein.

Die Nutzer sind eine „gute Kreuzberger Mischung“

Es begann mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren, um das Bethanien-Gelände rund um ein ehemaliges Krankenhaus, das heute als Kulturzentrum genutzt wird, neu zu gestalten. Anwohner trafen sich daraufhin zu einem „Nachbarschaftssofa“, um Ideen zu sammeln - dort entstand auch die Idee des gemeinsamen Gärtnerns. Die Stadt stellte sich quer, die Pläne für die Neugestaltung waren längst fertig, aber ein kleines Grüppchen ließ nicht locker und gründete einen Verein, um ihren Interessen eine Rechtsform zu geben. Schließlich sagte der Bezirksbürgermeister tausend Quadratmeter zu, vergangenen August wurde der Vertrag unterzeichnet. „Wir haben aber so viel Zulauf, dass jetzt schon wieder über 40 Leute auf der Warteliste sind.“

Die Nutzer sind eine „gute Kreuzberger Mischung“, sagt Zacharias: alteingesessene Berliner, Menschen mit Migrationshintergrund, junge Familien, Neuankömmlinge aus aller Welt. Da kommt man auch ins Gespräch, an Arbeitstagen oder beim gemeinsamen Kochen. Vor allem über das gemeinsame Interesse, die Pflanzen, die Anbautechniken, das Gärtnern.

Städter können von Leuten lernen, die vom Land kommen

In Berlin hat sich mittlerweile ein dichtes Netzwerk gebildet, die Stadtgärtner sind bestens organisiert, man kennt sich untereinander. Natürlich gibt es viele verschiedene Ansätze: Einigen geht es um das politische Statement, öffentlichen Raum zu reklamieren; andere möchten einfach nur in der Erde graben oder eigene Tomaten ernten. Städter können von Leuten lernen, die vom Land kommen, Junge von Alten, Deutsche von Migranten. Denn allzu oft lebe man nur nebeneinander her, statt miteinander, findet Gärtnerin Andrea, die von ihren türkischen Nachbarn gelernt hat, wie man Erde fachgerecht umgräbt. Am wichtigsten aber ist der Garten für die Alten, findet Andrea: „Die sind jeden Tag da. Die Jungen treffen sich im Kindergarten, aber wo treffen sich die Alten?“ Da hat Gerda Münnich eine ziemlich genaue Vorstellung: „Ich will in der Stadt alt werden, aber mit einer grünen Wiese vor der Tür.“